Samstag, 24. Februar 2018

Venedig im Schnee

Die aktuelle Theater Produktion VENEDIG IM SCHNEE, vom Theater Curioso, eine satirische Komödie über das Miteinander als Paar und als Gutmensch, wird nur noch wenige Male aufgeführt. Wer das Stück noch nicht gesehen hat, sollte sich wirklich beeilen und sich die Gelegenheit des Lachmuskeltrainings nicht entgehen lassen!!!

Frankfurt: Stalburg Theater,  DO 08. März und SO 01. April 2018 jeweils um 20 Uhr;  Tickets: www.stalburg.de
Darmstadt: Theater Moller Haus, FR 16. und SA 17. März 2018 jeweils um 20 Uhr; Tickets: www.theatermollerhaus.de

Weitere Infos gibt es auf unserer Website: www.theater-curioso.de

Freitag, 16. Februar 2018

Lassen sie mich durch, ich bin Arzt

(Hannover) Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges im Theater an der Glocksee. Es gibt noch drei Termine im Februar für das Stück "Lassen sie mich durch, ich bin Arzt" Drei leidenschaftliche Ärzte, drei Schicksale, drei unerwartete Wendungen: eine junge Kinderärztin, ein junger Anästhesist und eine erfahrene Psychiaterin zeigen einen Klinikalltag, der aus ständiger Überlastung besteht. Sie hetzen von Visite zu Visite, therapieren ihre Patienten nach bestem Wissen und Gewissen, retten Leben, verlieren Kämpfe – und stehen nicht nur ständig zur Verfügung, sondern auch unter ständigem Überdruck. Aber kapitulieren, das tun sie nicht, auch nicht während einer 98-Stunden-Woche, und erst recht nicht vor medizinischen Aufgaben. Weil sie für ihren Beruf brennen, verbrennen sie fast. Privatleben Fehlanzeige, die Medizin ist ihnen alles. Doch hinter all der Fachkompetenz aus Diagnosen, Anamnesen und EKG-Telemetrie treten drei individuelle Fälle hervor, differenzierte Charaktere, die mehr als nur ein Geheimnis verbergen...
Inspiriert von wahren Geschichten aus der Klinik untersucht das Team um den Anästhesisten und Theatermacher Tuğsal Moğul in einem medizinischen Theaterabend Identitäten und ihre Nebenwirkungen.

Februartermine: 21., 23. und 24. Februar 2018

Freitag, 9. Februar 2018

Ausstellungseröffnung in der Wallerie

(Bremen)In der neuen Ausstellung ab dem 01.März 2018 um 19:00 zeigt die Galerie Wallerie vermeintlich Kleines, das gross dargestellt ist. Titel der Ausstellung: Kleines gross. Sie ist das aktuelle Ergebnis der Weiterentwicklung zweier Werkserien der Bremer Künstlerin Delia Nordhaus. Sie spielt in ihren Arbeiten mit den Dimensionen, Sichtweisen und Ansichten von Raum und Leben.
Farbstarke Acrylbilder treffen auf Objekte. Übergroße, fotorealistisch dargestellte Insekten treffen auf kleine Kopfplastiken

Dienstag, 12. Januar 2016

Gut gegen Nordwind

Theater Curioso beginnt das neue Jahr am 15. + 16. Januar 2016 jeweils um 20:00 mit dem Publikumsknüller „Gut gegen Nordwind“ im Theater Moller Haus, 64283 Darmstadt. Theater Moller Haus

Donnerstag, 7. Januar 2016

"Tristan und ISOLDE ... auf Spurensuche im Südatlantik".

(Bremen) Auf Anregung von Prof. Dr. Wefer, Haus der Wissenschaft/Bremen,
zeigt HIlke Leu erneut ihre, im Anschluss an die Expeditionsteilnahme im Jahr 2012 erarbeitete Ausstellung "MSM 24", jetzt unter dem Titel "Tristan und ISOLDE ... auf Spurensuche im Südatlantik". Zu sehen sind Drucke, Zeichnungen & Texte.

Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 19.01.2016, um 17 Uhr im Haus der Wissenschaft in Bremen eröffnet. Die Ausstellung wird dort bis zum 31. März zu sehen sein. 

Montag, 4. Januar 2016

Cecilia Edefalk - Bremerhaven 1996 - 1997

Ein Raum für Cecilia Edefalk im Kunstmuseum Bremerhaven. Eröffnung ist am 16.1.2016, um 16:00. 

Foto von Kai Kähler 2013
Die Region zwischen Weser und Elbe ist nicht nur die Herkunftsregion vieler bildender Künstlerinnen und Künstler, sondern auch temporäre Heimat namhafter Kunstschaffender aus dem Ausland. Zu ihnen gehörte die 1954 geborene schwedische Künstlerin Cecilia Edefalk. Als Stipendiatin des Vereins Kunst & Nutzen lebte sie 1996/97 für ein Jahr in Bremerhaven. Es war ein Aufenthalt, der zu den produktivsten ihrer künstlerischen Laufbahn zählte und der sich nachhaltig in ihrem Oeuvre niederschlug.

Große Bekanntheit erlangte die Künstlerin kurz vor ihrem Stipendium in Bremerhaven durch die Beteiligung an den Ausstellungen Szenenwechsel VIII, XI und XII, die von Jean Christophe Ammann im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt gezeigt worden waren. Insbesondere ihr vierteiliger Gemäldezyklus In the painting the painting (1995/96) erfuhr größere Aufmerksamkeit, in dem die Künstlerin in distanzierter Weise um jeweils 90° gedreht als immer gleiches Motiv den hochemotionalen Akt eines kopulierenden Paares dargestellt hat.

Die analytische Darstellungsweise findet sich auch in den Werkgruppen wieder, die anschließend in Bremerhaven entstanden oder hier ihren Ausgang nahmen. Zu diesen Werkgruppen gehört eine Serie von Aquarellen unter dem deutschen Titel Meeresbusen, deren Farben von der Künstlerin mit Wasser aus den Hafenbecken von Bremerhaven und der Lagune von Venedig angemischt worden waren, wo die Serie 1997 im Beiprogramm der Biennale von Venedig gezeigt wurde. In Bremerhaven begann Cecilia Edefalk ferner mit Gemälden der Serie At the moment untitled, denen die Filme von Oliver Hardy und Stan Laurel zu Grunde liegen. Auf einen Fahrradunfall ging schließlich der umfangreiche Werkkomplex White Within zurück, der Gemälde in verschiedenen Größen sowie fotografisches Begleitmaterial umfasst. Zudem entstanden in Bremerhaven anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Kabinetts für aktuelle Kunst im Kontext ihrer eigenen Ausstellung in diesem weltbekannten Ausstellungsraum eine Reihe von Zeichnungen und Aquarellen. 

Unter dem Titel Bremerhaven 1996 – 1997 widmet das Kunstmuseum Cecilia Edefalk nun einen eigenen Raum mit einer Auswahl von Werken, die auf ihren Aufenthalt vor zwei Jahrzehnten zurückgehen.

Freitag, 4. Dezember 2015

Soundinstallation in der Spedition

Andrzej Steinbach "Funke"

Andrzej Steinbach zeigt eine Soundinstallation „Funke“ in der Spedition am Güterbahnhof beim Handelmuseum. Eröffnung ist am Donnerstag den 10. Dezember um 109:00 Einführung hält Radek Krolczyk. Der Künstler ist anwesend.


Funke ist eine Soundinstallation des Künstlers Andrzej Steinbach. Mit dieser Arbeit untersucht er Möglichkeiten der Wiederaneignung linker Geschichte und Praxis. Steinbach hat drei Schallplatten produziert, die in verschiedenen Räumen des Kulturzentrums Spedition abgespielt werden. Er nutzt hier verschiedene Mittel der Materialbearbeitung. Um mit der altbekannten Geschichte und den altbekannten Geschichten wieder etwas anfangen zu können, bedarf es zunächst ihrer Entfremdung. So wird schließlich unter anderen Umständen eine Annäherung wieder möglich.

Auf der ersten Platte erzählt der Sprecher Gian-Philip Andreas ein bekanntes Fernsehereignis der alten Bundesrepublik nach. Am 3. Dezember 1971 wurde im Westdeutschen Rundfunk eine Talkshow unter dem Titel „Pop & Co – die andere Musik zwischen Pop und Kommerz“ ausgestrahlt. Einer der Teilnehmer ist das damalige Mitglied der Protestband Ton Steine Scherben, Nikolaus „Nikel“ Pallat. Das Video ist unter anderem wohl wegen seiner typischen 70er Jahre Ästhetik bei YouTube sehr beliebt. Die Diskutanten rauchen Zigaretten und streiten sich voller Leidenschaft. Höhepunkt der Sendung ist eine Szene, in der Pallat aus seiner Jacke eine Axt herausholt und damit auf den Studiotisch einhackt. Die Bilder sind bekannt und geronnen – damit werden sie tot und unbrauchbar. Durch die Nacherzählung der Ereignisse, die man in Steinbachs Installation hört, lösen sich die Erfahrungen des Widerstands von den entleerten Bildern. Die Ereignisse öffnen sich, ihr Inhalt wird wieder verhandelbar.

Auch die zweite Platte arbeitet mit verschiedenen Momenten der Entfremdung. Hier werden die Namen sämtlicher Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) von der afrikanischen Sprecherin Marie Crescence Behengue in alphabetischer Reihenfolge aufgesagt. Wir kennen nur eine Handvoll davon, die „Stars“. Durch das Ablesen aller Namen bekommen wir einen vollständigen Überblick über die gesamte Gruppe – in ihrer rund 30 jährigen Geschichte waren zahlreiche Personen hier organisiert. Es sind weit mehr Namen als die wenigen, die man erinnert oder überhaupt je kennen gelernt hat. Namen wie Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Holger Meins, Christian Klar oder Wolfgang Grams sind zu Emblemen einer linken Geschichte geworden. Daneben sind sie Teil des popkulturellen Bildreservoires. Um die Ideen, Diskussionen und Konflikte, die mit ihnen verbunden sind, wieder zugänglich und verhandelbar zu machen, löst Steinbach die Namen von diesen Bildern. Durch die systematische Aufzählung aller Mitglieder der Gruppe wird ihr konkreter Kampf universell. Die akzentreiche Aussprache der nichtdeutschen Sprecherin irritiert: Manche gut bekannte Namen sind nicht unmittelbar zu erkennen – man muss ihnen nachspüren.

Die dritte Platte mit dem Titel A springboard to your future spiegelt bereits eine andere Welt. Und dies mit ihren eigenen Mitteln; Andrzej Steinbach verwendet hier einen Werbe-Jingle von McKinsey & Company, einer weltweit agierenden Firma für Unternehmensberatung, den er mit Hilfe eines Musikverarbeitungsprogramms nach Zufall auseinander geschnitten und neu zusammengesetzt hat. Der etwas ätherische Track scheint sich dadurch kaum zu verändern. Und doch sind nun Begriffe wie „Art“, „Future“ und „Courage“, die im Sinne der Firmenideologie verwendet werden, plötzlich freigestellt. Im Hintergrund läuft weiterhin die fast unmerklich zerstörte und wieder zusammengesetzte seichte Melodie.

Andrzej Steinbach(*1983) lebt als Künstler in Leipzig und Berlin. Er beendete 2013 sein Studium der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst Leipzig. Aktuell zeigt das Sprengel Museum Hannover seine Fotoarbeit Figur I, Figur II. Er ist diesjähriger Preisträger des Wüstenrot-Preises für Dokumentarfotografie und des Hamburger Berenberg-Preises.