Dienstag, 12. Januar 2016

Gut gegen Nordwind

Theater Curioso beginnt das neue Jahr am 15. + 16. Januar 2016 jeweils um 20:00 mit dem Publikumsknüller „Gut gegen Nordwind“ im Theater Moller Haus, 64283 Darmstadt. Theater Moller Haus

Donnerstag, 7. Januar 2016

"Tristan und ISOLDE ... auf Spurensuche im Südatlantik".

(Bremen) Auf Anregung von Prof. Dr. Wefer, Haus der Wissenschaft/Bremen,
zeigt HIlke Leu erneut ihre, im Anschluss an die Expeditionsteilnahme im Jahr 2012 erarbeitete Ausstellung "MSM 24", jetzt unter dem Titel "Tristan und ISOLDE ... auf Spurensuche im Südatlantik". Zu sehen sind Drucke, Zeichnungen & Texte.

Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 19.01.2016, um 17 Uhr im Haus der Wissenschaft in Bremen eröffnet. Die Ausstellung wird dort bis zum 31. März zu sehen sein. 

Montag, 4. Januar 2016

Cecilia Edefalk - Bremerhaven 1996 - 1997

Ein Raum für Cecilia Edefalk im Kunstmuseum Bremerhaven. Eröffnung ist am 16.1.2016, um 16:00. 

Foto von Kai Kähler 2013
Die Region zwischen Weser und Elbe ist nicht nur die Herkunftsregion vieler bildender Künstlerinnen und Künstler, sondern auch temporäre Heimat namhafter Kunstschaffender aus dem Ausland. Zu ihnen gehörte die 1954 geborene schwedische Künstlerin Cecilia Edefalk. Als Stipendiatin des Vereins Kunst & Nutzen lebte sie 1996/97 für ein Jahr in Bremerhaven. Es war ein Aufenthalt, der zu den produktivsten ihrer künstlerischen Laufbahn zählte und der sich nachhaltig in ihrem Oeuvre niederschlug.

Große Bekanntheit erlangte die Künstlerin kurz vor ihrem Stipendium in Bremerhaven durch die Beteiligung an den Ausstellungen Szenenwechsel VIII, XI und XII, die von Jean Christophe Ammann im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt gezeigt worden waren. Insbesondere ihr vierteiliger Gemäldezyklus In the painting the painting (1995/96) erfuhr größere Aufmerksamkeit, in dem die Künstlerin in distanzierter Weise um jeweils 90° gedreht als immer gleiches Motiv den hochemotionalen Akt eines kopulierenden Paares dargestellt hat.

Die analytische Darstellungsweise findet sich auch in den Werkgruppen wieder, die anschließend in Bremerhaven entstanden oder hier ihren Ausgang nahmen. Zu diesen Werkgruppen gehört eine Serie von Aquarellen unter dem deutschen Titel Meeresbusen, deren Farben von der Künstlerin mit Wasser aus den Hafenbecken von Bremerhaven und der Lagune von Venedig angemischt worden waren, wo die Serie 1997 im Beiprogramm der Biennale von Venedig gezeigt wurde. In Bremerhaven begann Cecilia Edefalk ferner mit Gemälden der Serie At the moment untitled, denen die Filme von Oliver Hardy und Stan Laurel zu Grunde liegen. Auf einen Fahrradunfall ging schließlich der umfangreiche Werkkomplex White Within zurück, der Gemälde in verschiedenen Größen sowie fotografisches Begleitmaterial umfasst. Zudem entstanden in Bremerhaven anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Kabinetts für aktuelle Kunst im Kontext ihrer eigenen Ausstellung in diesem weltbekannten Ausstellungsraum eine Reihe von Zeichnungen und Aquarellen. 

Unter dem Titel Bremerhaven 1996 – 1997 widmet das Kunstmuseum Cecilia Edefalk nun einen eigenen Raum mit einer Auswahl von Werken, die auf ihren Aufenthalt vor zwei Jahrzehnten zurückgehen.

Freitag, 4. Dezember 2015

Soundinstallation in der Spedition

Andrzej Steinbach "Funke"

Andrzej Steinbach zeigt eine Soundinstallation „Funke“ in der Spedition am Güterbahnhof beim Handelmuseum. Eröffnung ist am Donnerstag den 10. Dezember um 109:00 Einführung hält Radek Krolczyk. Der Künstler ist anwesend.


Funke ist eine Soundinstallation des Künstlers Andrzej Steinbach. Mit dieser Arbeit untersucht er Möglichkeiten der Wiederaneignung linker Geschichte und Praxis. Steinbach hat drei Schallplatten produziert, die in verschiedenen Räumen des Kulturzentrums Spedition abgespielt werden. Er nutzt hier verschiedene Mittel der Materialbearbeitung. Um mit der altbekannten Geschichte und den altbekannten Geschichten wieder etwas anfangen zu können, bedarf es zunächst ihrer Entfremdung. So wird schließlich unter anderen Umständen eine Annäherung wieder möglich.

Auf der ersten Platte erzählt der Sprecher Gian-Philip Andreas ein bekanntes Fernsehereignis der alten Bundesrepublik nach. Am 3. Dezember 1971 wurde im Westdeutschen Rundfunk eine Talkshow unter dem Titel „Pop & Co – die andere Musik zwischen Pop und Kommerz“ ausgestrahlt. Einer der Teilnehmer ist das damalige Mitglied der Protestband Ton Steine Scherben, Nikolaus „Nikel“ Pallat. Das Video ist unter anderem wohl wegen seiner typischen 70er Jahre Ästhetik bei YouTube sehr beliebt. Die Diskutanten rauchen Zigaretten und streiten sich voller Leidenschaft. Höhepunkt der Sendung ist eine Szene, in der Pallat aus seiner Jacke eine Axt herausholt und damit auf den Studiotisch einhackt. Die Bilder sind bekannt und geronnen – damit werden sie tot und unbrauchbar. Durch die Nacherzählung der Ereignisse, die man in Steinbachs Installation hört, lösen sich die Erfahrungen des Widerstands von den entleerten Bildern. Die Ereignisse öffnen sich, ihr Inhalt wird wieder verhandelbar.

Auch die zweite Platte arbeitet mit verschiedenen Momenten der Entfremdung. Hier werden die Namen sämtlicher Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) von der afrikanischen Sprecherin Marie Crescence Behengue in alphabetischer Reihenfolge aufgesagt. Wir kennen nur eine Handvoll davon, die „Stars“. Durch das Ablesen aller Namen bekommen wir einen vollständigen Überblick über die gesamte Gruppe – in ihrer rund 30 jährigen Geschichte waren zahlreiche Personen hier organisiert. Es sind weit mehr Namen als die wenigen, die man erinnert oder überhaupt je kennen gelernt hat. Namen wie Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Holger Meins, Christian Klar oder Wolfgang Grams sind zu Emblemen einer linken Geschichte geworden. Daneben sind sie Teil des popkulturellen Bildreservoires. Um die Ideen, Diskussionen und Konflikte, die mit ihnen verbunden sind, wieder zugänglich und verhandelbar zu machen, löst Steinbach die Namen von diesen Bildern. Durch die systematische Aufzählung aller Mitglieder der Gruppe wird ihr konkreter Kampf universell. Die akzentreiche Aussprache der nichtdeutschen Sprecherin irritiert: Manche gut bekannte Namen sind nicht unmittelbar zu erkennen – man muss ihnen nachspüren.

Die dritte Platte mit dem Titel A springboard to your future spiegelt bereits eine andere Welt. Und dies mit ihren eigenen Mitteln; Andrzej Steinbach verwendet hier einen Werbe-Jingle von McKinsey & Company, einer weltweit agierenden Firma für Unternehmensberatung, den er mit Hilfe eines Musikverarbeitungsprogramms nach Zufall auseinander geschnitten und neu zusammengesetzt hat. Der etwas ätherische Track scheint sich dadurch kaum zu verändern. Und doch sind nun Begriffe wie „Art“, „Future“ und „Courage“, die im Sinne der Firmenideologie verwendet werden, plötzlich freigestellt. Im Hintergrund läuft weiterhin die fast unmerklich zerstörte und wieder zusammengesetzte seichte Melodie.

Andrzej Steinbach(*1983) lebt als Künstler in Leipzig und Berlin. Er beendete 2013 sein Studium der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst Leipzig. Aktuell zeigt das Sprengel Museum Hannover seine Fotoarbeit Figur I, Figur II. Er ist diesjähriger Preisträger des Wüstenrot-Preises für Dokumentarfotografie und des Hamburger Berenberg-Preises.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Empfänger unbekannt - Lesung im Theater an der Glocksee

(Hannover) Kathrine Kressmann Taylors Roman „Empfänger unbekannt“ ist von beklemmender Aktualität: Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert er die tragische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. Mit viel Spannung und in irritierender Kürze beschreibt die Autorin eindringlich das zersetzende Gift des Nationalsozialismus.
Im Theater an der Glocksee am Freitag und Samstag 10. + 11. Juli jeweils um 20:00. Es lesen Maria Neumann & Helga Lauenstein.

Montag, 25. Mai 2015

New German Fiction - Literaturwettbewerb

(Berlin) „New German Fiktion“ sucht unveröffentlichte Prosatexte in deutscher Sprache. Der Text sollte zwischen 25.000 und 50.000 Zeichen - incl. Leerzeichen - lang sein. Eine unabhängige Jury bestimmt zwei Preisträger. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2015. Teilnahmeberechtigt sind alle, die bisher noch keine eigenständige Buchveröffentlichung haben. Pro Person wird nur eine Texteinsendung berücksichtigt. Einzureichen ist der Text hier: New German Fiction

Die Preisträger erhalten:
- Abdruck der Originalfassung in der Literaturzeitschrift Edit
- Veröffentlichung als E-Book bei Matthes & Seitz, Berlin
- Englische Übersetzung und honorierte Einzelpublikation bei Readux Books
- Einladung zu den Präsentationen der Texte in Berlin und Leipzig
- je ein Edit- und ein Readux-Abonnemet


New German Fiction ist ein Wettbewerb der den neuesten Bewegungen in der deutschsprachigen Literatur nachgeht. Die Initiatoren suchen außergewöhnliche Prosatexte, die über den deutschen Sprachraum hinaus für ein internationales Publikum interessant sein könnten. Der Wettbewerb hat keine Altersbeschränkung für die einreichenden Autoren.

Samstag, 23. Mai 2015

Das Zauberwort - Kinderoper im Staatstheater Oldenburg Exerzierhalle

Das Zauberwort
(Oldenburg) Die Kinderoper ,Das Zauberwort' von Joseph Gabriel Rheinberger. Der Kinder- und Jugendchor KlangHelden mit Solisten und das Oldenburgische Staatsorchester unter der Leitung von Thomas Honickel bieten das 45-minütige Singspiel für Besucher ab 6 Jahren über den Kalifen in Bagdad und seinen Hofstaat noch einmal am Pfingstmontag um 10.30 und 12.30 Uhr in der Exerzierhalle.
Rheinberger hat damit ein Werk geschaffen, das den Erfordernissen der jungen Stimmen entgegenkommt. Arien, Duette, Terzette, Chöre und Instrumentalstücke formen sich in Verbindung mit der dramaturgischen Neufassung des hauffschen Märchens aus der Feder seiner Frau Fanny von Hoffnaass zu einer spannenden und kurzweiligen Miniatur.

Es spielen und singen das Oldenburgische Staatsorchester sowie Solisten und Ensembles des KlangHelden Kinder- und Jugendchores.